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Herbst 1889: Den zerfurchten alten Böhmweg entlang wandert schweren Schrittes eine dunkle Gestalt. „Jeder arme Waldteufel aus unserm Gebirg wird drüben ein großer Bauer!“ Die Worte hallen in ihm nach. Der Agent der Auswanderungsgesellschaft drückte ihm im Wirtshaus den „Ratgeber für Auswanderungslustige“ in die Hand: „Amerika! Dort bekommt ihr armen Bauersleut, die Ihr es hier nit weiterbringt, bessern Grund und Boden, und das alles schier umsonst!“
Wird das wahr werden? Aber hierbleiben und schier verrecken? „Geliebte Heimat, meine teure Familie, ich muß – Amerika, ich komm!“ Fester packt er seine Koffer. Das Schiff in Hamburg wartet.


Der Bayerische Wald und die Oberpfalz anno domini 1889:
Eine harte Zeit.

Hören Sie bei einem Treffen mit dem Waldbauern Hans Pfeffer mehr aus seinem Leben. Hätten Sie`s gedacht, dass allein aus dem Raum Cham von 1846 bis 1917 mehr als 1600 Bauernsöhne und ganze verelendete Familien nach Übersee auswanderten und dort eine bessere Zukunft erhofften?
Oder kennen Sie die Geschichte des Franken Levi Strauss, dessen Auswanderung eine amerikanische Erfolgsgeschichte par excellence wurde? Seine Erfindung der Goldgräberhosen mit dem blauen weichen französischen Stoff "de Nimes" und den Nieten, mit denen der Siegeszug der "Levi`s" begann?
Erfahren Sie von den Hoffnungen und Sehnsüchten dieser Menschen. Hoffnungen, die uns auch heute noch in Deutschland begegnen.
Treffen Sie den Glasmacher Johann Thurmaier, der von seiner schweißtreibenden Arbeit in den Glashütten, von Quarzbrechern, Aschenbrennern und Schmugglern, von der ganzen Glasmacherei überhaupt erzählt, dem einzigen profitablen Wirtschaftszweig, der den Bayerwald und seine Menschen durch und durch prägte. Und von den Glasperlen, diesen funkelnden Verführern und „Diamanten des kleinen Mannes“.
Was glauben Sie denn, woher die Glasperlen stammten, mit denen die portugiesischen Kolonialherren in Afrika ihre Sklaven für ihre Plantagen kauften?

Und tauchen Sie ein in die zeit- und raumlose Welt des Aberglaubens, der Sagen und Mythen Niederbayerns und der Oberpfalz: Plötzlich taucht die „weiße Frau“ auf, die weiß was gegen das „Druddrucken“ hilft. Ein Kräuterweib, die ihr reichhaltiges Wissen der Volksmedizin vor Ihnen ausbreitet und immer ein Schnapserl im Krügerl hat.
Erleben Sie die tänzerische Umsetzung der faszinierenden Prophezeiungen des Mühlhiasl, des "Sehers aus dem Wald": „Ein eiserner Wurm wird sich durch unser Waldgebirg fressen...“

Eine neue Idee: Szenische Spaziergänge in der Natur. Eine ZeitReise ins 19. Jhdt.
In bald jeder Stadt boomen szenische Stadtführungen. Aber im Wald?! Im Sommer 2006 haben sich schauspielbegeisterte Menschen aus dem Bayerischen Wald und dem Regensburger Raum zusammengetan, um diese Idee auch für das bayerisch-böhmische Grenzgebirge, dem "Waldmeer Europas", umzusetzen. Mit wunderbaren Eindrücken alter Baumriesen, weiten Gipfelblicken und der Natur als einem der schönsten Kulissengestalter, aber auch den von Menschenhand gemachten Bauwerken wie Glashütten, Schlössern, Bauerngehöften, Triftbächen....
Ebenso interessant sind der Oberpfälzer Jura um Regensburg mit seinen herrlichen Buchenwäldern und versteckten Jurakalk-Höhlen. Hören Sie auch hier Geschichten von Glasmachern, königlichen Förstern und revoltierenden "armen Oberpfälzer Moosbüffeln".
Mit uns erleben Sie den Bayerischen Wald und die Regensburger Wald- und Flußlandschaft ganz anders. Wandern/Spazieren Sie mit uns auf deren faszinierenden sozialen und kulturellen Spuren - "be-lebte Spuren". Dobernigl bietet Ihnen eine kleine emotionale Reise zu den historischen Wurzeln und den Menschen dieser Regionen. Und schauen Sie einer Landschaft und deren Bewohnern dabei "tief in ihr Herz".